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Dritter Band. Makrobiotik der Patrimonial-Staaten. Zweytes Hauptstück. Von den unabhängigen Feldherren oder den militärischen Staaten.
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lig durch neue Stiftungen und Vergabungen erftjtwerden.

Man siebt aus dieser Deduktion der verschiedenen Quel-len des Adels, daß es mit demselben im Kleinen die näm-liche Bewandniß hat wie milden Fürstemhümern und Herr-schaften im Großen. Gleichwie es drcyerley Kräfte nnddarauf begründete Herrschaften giebt, eine Ueberlegcnheitan Gütern und Reichthum, eine andere an Tapferkeitund Eeschiklichkeir, eine dritte an Weisheit und Erkennt,niß: so giebt es auch einen dreyfachen Adel, nämlich tunen Grundherrlichen, einen Militärischen oder Dienst-Adelund einen Kirchen-Adel, welche jedoch oft mit einanderzusammenschmelze» und wovon die beyden lezteren nur inder Vereinigung mit dem ersteren eine Garantie ihrer Fort-dauer finden. Sollte man aber glauben, daß doch in Re-publiken kein Adel, kein erbliches höheres Ansehen bestehe:Abermaliger Irrthum! die Natur ist auch hier unzerstör-bar. Nicht zu gedenken, baß die freyen Bürger, bey glei-chen Glüks-Umständen, schon etwas mehr gelten als ihreHiutersaßen oder die Einwohner ihres Gebiets, weil siedurch ihre Vereinigung die Mächtigeren, die Herrschen-den sind: so bildet sich in allen Republiken ohne AuSnahm,selbst in den demokratischen, der sogenannte patrieischeAdel, welcher auf der öfteren und fast ununterbrochenenBekleidung hoher Regicrungs-Aemter, in einer selbstherrschenden, keinen Oberen über sich erkennenden Com-munitäk beruht. Dieser Adel der ebenfalls weder in Di-plomen noch in gesezlichen Privilegien besteht, ist, besonderswenn er seit manchen Generationen fortdaurt, wenigstensso gut als jeder andere, und wird daher auch allgemeindafür anerkannt; denn er hat in der That alle Charakteredes wahren Adels für sich und sezt alle Arten von Ueber-