285
legenheit voraus : — Macht und Freyheit die niemandendient — alte Anfaßigkeit — eine edle Berufs«« mehrzum Befehlen als zum Gehorchen bestimmt — Illustrationdurch gemeinnüjtge Thaten, eS sey im Krieg oder im Frie-den— ununterbrochenes Zutrauen seiner Mitbürger — ei-nen wenn gleich tirellofen, doch in der Geschichte des Va-terlandes und oft sogar im Auslande bekannten und berühm.ten Namen u. s. w. Auch ist er gewöhnlich mit Reich,thum und Güterbestz, mit angesehenen Verbindungen oderVerwandschaften begleitet, durch welche das übrige blosrepublikanische Ansehen theils gehoben wird, theils noth-wendig erhalten werden muß. Diesen Adel finden wir inCarthago und Rom, in den Italienischen RepublikendeS NittelalterS, aus welchen sogar die nachmals Fürstli-chcn Geschlechter der Visconti, der Medici u. s. w. er-standen, besonders in Venedig und Genua welche längerals andere daurten, in den Schweizerischen freyen Städ-ten und Ländern , in den deutschen Reichsstädten, in denvereinigten Niederlanden und er zeigt sich auch bereits inden Nord - Amerikanischen Freystaaten. Je größer, jemächtiger und freyer die Republik selbst ist, je höher diebekleideten Würden gewesen, je mehr man noch ander-weitiges eigenes Ansehen, Land - oder Geburtö-Adel da.mit vereiniget, desto mehr wird auch dieser patricischeAdel geachtet. Er ist an und für sich besser als der bloßeDienst-Adel von Fürstlichen Bedienungen, denn diesersczt eint wandelbare Gunst voraus, die man leicht erhal-ten und leicht wieder verlieren kann. Auch hat der Die-ner eines Fürsten immer noch einen Oberen über sich undkeinen Theil an seiner Sonverainität; da hingegen die Be«stzer der höchsten Würden in einer Republik gewöhnlich
-Z-) Bergl. oben S. -ü;. Note 14.