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Dritter Band. Makrobiotik der Patrimonial-Staaten. Zweytes Hauptstück. Von den unabhängigen Feldherren oder den militärischen Staaten.
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zösischen Revolutions- Kriege und die darauf erfolgtenverderblichen FriedenS-Vertrage von Campo Formio,Lüneville und Presburg gänzlich aufgelöst und in mehrereunabhängige Staaten verstükelt werden mußte, welchenunmehr feit den glüklicheren Ereignissen von 1314 undISIS blos durch ein gemeinsames Bedürfniß und aus einemRest alter Gewohnheit kümmerlich und lose auf dem Papierdurch eine sogenannte Bundes. Verfassung vereiniget sind.Indessen liefert auch diele Geschichte das lehrreiche Resul-tat, daß auch das Deutsche Reich ursprünglich erblich ge-wesen; daß die usurpirten Wahlen nur durch die wach-sende Macht der Stände, durch Anarchie und die Aus-löfchung mehrerer Dynastien entstauben, im Grunde aberdoch nur ein Kampf um die Krone gewesen find; daß die.ser Mißbrauch erst im Jahr 1356 durch einen politischenFehler deö damaligen KayserS gefezlich geworden, daßaber dem ungeachtet während 300 Jahren die Kroneimmerhin bey dem Erben des Hauses Oestreich verbliebenist; und daß endlich mehr äußere als innere Hindernisse,besonders aber die stets zunehmende Macht der großen Va-sallen , die Herstellung der alten natürlichen Ordnung un-möglich gemacht haben.

Alö Anhang von Deutschland verdient das KönigreichBöhmen kaum bemerkt zu werden, da seine Stände erstnach dem AuSsterben des Luxenburgischen KönigsstammS,in Zeiten von Anarchie - sich ein sogenanntes Wahl. oderAnerkennungS.Recht anmaßten, welches ße aber im Jahr1546 gegen den Erzherzog Ferdinand von Oestreich schonwieder aufgeben mußten. Im Jahr 1619 bey Anfang desdreyßigjährigen KriegS, festen zwar die insurgirten pro.testamischen Stande (wie die gewöhnlichen Geschichtschrei-ber sich auszudrüke» pflegen ) den eifrig katholischen Kay-