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nicht «»entbehrlich/ Oekonomie und verdoppelter Fleißcrscze» bald den erlittenen Verlust/ und die Bedürfnisseder Sieger selbst verschaffen oft Mittel zu neuem Erwerb.Auch nehmen die Steuren bey der ersten Handänderungdie Natur einer Schuld an , und sind alödann für niemandmehr drükend. Werden übrigens die Ueberwundencn nebstder Schonung ihrer Privatrcchte/ noch in den VerhaltNissen deö täglichen Lebens mit Achtung und Zutrauen be-handelt/ allmähltg ohne Zwang/ durch den bloßen Laufder Natur/ mit den Siegern mehr befreundet und ver-schmolzen/ in gerechten Sachen gegen dieselben beschüzt/bisweilen für reelles Verdienst zu Aemtern und Würdenerhoben , überhaupt nach und nach/ einzeln und durch bil-lige Vertrage/ von früheren Lasten und Spuren des ur-sprünglich härteren Verhältnisses befreyt , und so zu der sie-genden Classe hinaufgezogen / nicht-aber (wie man jeztzuthun pflegt) die Sieger zu den Ueberwundruen herabge-würdiget: so können auch diese lezteren ihrem neuen Her^ren sehr anhängig werden und sogar zu einer wichtigenSlüze gegen die allfällig zu weit getriebenen Prätensionendeö militärischen oder LehnS-AdelS dienen.
Viel gefährlicher als die besiegten LandeS-Einwohnerkann die Classe der Vasallen/ der ursprünglichen Ge-treuen selbst, werden/ eben deßwegen weil sie mehr Kräfte!haben und daher auch bey ihnen der Hang nach vollkom-mener Freyheit viel größer und lebendiger ist. Der Königeines militärisch gebildeten ReichS hat gegen diese sterö diegrößte Vorsicht zu beobachten. Die wahre naturgemäßeKlugheit besteht hier darin/ selbige zwar nicht mit Arg.wohn sondern mit Zutrauen zu behandeln, sie stets alsdie nächsten Freunde/ als die natürlichen Stüzcn desThrons zu betrachten/ dabey aber einerseits stets die re-