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Dritter Band. Makrobiotik der Patrimonial-Staaten. Zweytes Hauptstück. Von den unabhängigen Feldherren oder den militärischen Staaten.
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die Königliche Mächt nicht eher befestiget, als biS wiederviele und große Leben mit der Krone vereiniget waren.Die deutschen Könige hingegen, durch das Auslöschen meh-rerer Dynastien, durch öftere Minderjährigkeit, durch diejweyspältigen Wahlen oder den beständigen Kampf um diehöchste Gewalt, und durch andere Fehler gebindert, wuß-ten diese Politik nicht zu befolgen; vielmehr veräußertensie alle ihre eigenen Kammergüter, verliehen neuerdingsalle eröfneten ReichSlcben, liessen ssch sogar dazu von denKurfürsten in Wahl - Capitulationen zwingen, und sindeben dadurch zu einer solchen Schwachheit hcrabgesunken,daß sie in ihrer Eigenschaft als Könige von Deutschlandkeinen Fuß breit Landes mehr besassen, ihre Einkünfte nurnoch in wenigen Sporteln bestanden, und die Krone desgrößten ReichS von Europa jährlich nicht mehr als etwalöooo Gulden eintrug, alldieweil ste hingegen noch mitbedeutenden Unkosten verbunden war.

3° Diese verschiedenen Regeln führen zwar sicher zumZwek daö Lehrn-System in seiner Reinheit zu erhaltenrmd die Vasallen nicht gar zu übermächtig werden zu las-sen. Indessen sind sie für sich allein nicht hinreichend,und eö ist auch nicht zu vermuthen, daß sie im Lauf derZeiten nie vernachläßiger werden. Ein kluger König darfnie vergessen, daß das Band des Gehorsams, welches nichtauf einem reellen Bedürfniß , sondern aus bloßer Dankbar,keit beruht, seiner Natur nach schwach oder vergänglich

Erwerbungen in Spittlers Entw. der Europäi-scheu G taatcn-Gesch. I. S. 17? ff. Kaum hatte Lud-wig XI. Burgund erworben, so sah man die französischeMonarchie sich heben; die Vereinigung von Franche- Comt«und Elsaß unter Ludwig xiv. vollendete die ttebermachrder Könige.

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