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Dritter Band. Makrobiotik der Patrimonial-Staaten. Zweytes Hauptstück. Von den unabhängigen Feldherren oder den militärischen Staaten.
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Alts Augustus schwang sich ebenfalls nach zehenjahri-gen bürgerlichen Kriegen nur durch das Generalat unddurch Vernichtung seiner Nebenbuhler auf den Thron.Im Best; der höchsten Gewalt und von niemanden Befehleannehmend, zog er mit einer siegreichen Armee in Nomein, die Tiiular-Aemter selbst, wodurch er seine Usurpa-tion zu legitimiren suchte, konnte ihm niemand mehr ver-weigern, sie gaben ihm keine Macht die er nicht bereits be-saß, und waren nur ein Mittel den Widerstand zu minderen,den Gehorsam zu sicheren. * > Seine Herrschaft war ruhig,nicht sowohl wegen dieser scheinbaren Anerkennung, nochwegen ihrer milden Ausübung (denn beydes konnte auchCäsar für sich anführen) sondern vorzüglich weil die ge-fährlichsten Feinde in Proscriptione» umgekommen waren,und die übergebliebenen Großen von Rom, in denen al-lein das herrschende Volk bestand, durch Weichlichkeit ent-nervt, sich nur nach Ruhe sehnten, und von bürgerlichenKriegen schreklich ermüdet waren. — Unter den nachfol-genden Römischen Imperatoren, deren seit Julius Cäsarin 506 Jahren weniger nicht alS 74 auf einander folgten»sah man wieder nichts anders als commandirende Gene-rale, die sich, bald in der Hauptstadt bald in den Provin.zen, blos durch dieses Ober- Commando unabhängig mach-ten und die anvertraute Gewalt als eigene beybehielten; "aber lehrreich ist die Bemerkung, wie auch hier die göttli-che Nemesis nicht ausblieb, wie schnell ein Usurpator stetsden anderen verdrängte und welch schmähliches Ende desReichS zulezt die Folge davon gewesen ist

Uebrigens giebt es in der ganzen mittleren und neue-ren Geschichte beynahe kein Reich, wo man nicht ähnliche

4 ) Vergl. B. t. 49°-

5) Dcrgl. S. 431-433.