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Sechster Band. Zweyter Theil. Von den Republiken oder freyen Communitäten.
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sorgen muß durch den Einfluß mächtiger Personen in sei«ner Freyheit gekört zu werden, oder wenigstens durchöffentliche Stimmgebung ßch bedeutende Feinde zuzuziehen«. f. w. ES geschieht bekanntermaßen durch Steine,gefärbte Kugeln (Baüoten), die hinter einem Vor-hang in irgend ein Gefäß gelegt werden, schriftlicheZeichen (Kreuze oder Nullen) auf besondere Zettel,welche entweder verschiedene Personen oder verschiedeneHanptmeynungev vorstellen und hernach zusammengezähltwerden. Dieses geheime Votiren hat zwar den Vortheil,daß es die Stimmen »Freyheit auch der schwächer» Ge-müther befördert, daß mancher unter diesem Schirm sei-ncm Gewissen oder seiner bessern Ueberzeugung folgt, dereS öffentlich aus Privat -Rüksichken nicht hätte'thun dür-fen; daß eS endlich weniger Haß und Feindschaft erregt,weil die Stimmen nicht bekannt werden u. f. iv. Aberauf der anderen Seite hat cS auch den Nachtheil, daßeü eben so oft geheime Schlechtigkeit begünstiget, daßunter dem Dekmaurel des Geheimnisses mancher für Per»soncn oder Saeben stimmt, die er stch gescheut hätte öf-fentlich gutzuheißen, und daß eS endlich mit sehr vielemZeitverlust begleitet ist: daher die beßte Regel und auchdie gewöhnliche Uebung darin besteht, beyde Methodenzu gebrauchen, nemlich jede da, wo ste nach der Naturder Sache oder den vorhandenen Umständen die angemes-senste ist; das öffentliche Stimmgebcn bey allen gemein-samen, kein besonderes Individuum betreffenden Angele-genheiten, das geheime hingegen bey den Wahlen füreinträgliche Ehrenämter oder bey anderen Privat-Ge-schäften; wie z. B. bey Belohnungen und sogenann-ten Gnaden fachen, wo man oft gar zu gern aus ge.meinem Gute freygebig ist, und aus Rüksicht für die be-