durch ihn Mein den entnervten National, Charakter wie-der herstellen zu können glaubt. Jener will die vollkom-nicnste Unabhängigkeit des Vaterlandes und sucht diestrengste/ sogar naturwidrige Absonderung von fremdenFürsten und Völkern zur ersten Staats-Maxime zu ma-che»/ während dieser eS für ehrenvoller und zuträglicherhält/ mit äußeren Mächten in nähere Verbindungen zntreten und durch sie oder selbst durch geringe Dienstbar,.ketten dem kleinen Staat mehr Schuz und Ansehen oderseinen einzelnen Bürgern persönliche Vortheile zu ver-schaffen. Der eine sucht Akerbau/ Künste und Handelaller Art zu begünstige»/ den National.Reichthum aufden höchsten Grad zu bringen, indeß ein anderer Einfaltder Sitten und wahre Zufriedenheit nur mit der Armuthoder höchstens mit der Mittelmäßigkeit vereinbar glaubt,Laster und Herrschsucht aber für die unzertrennlichen Ge-fährten des Reichthums hält. CajuS ist mehr oder weni-ger neuerungssüchtig/ will veraltete oder fehlerhafte Ein.richtungen und Gescze nach seiner Meinung verbesseren,mit den herrschenden Begriffen, Einsichten oder Thorheitendeü Zeitalters gleichen Schritt halten, während TitiuSmit strengem Ernst über die Sitten der Vater-wacher undin jeder Abweichung von alten Grundgesezen und StaatS-Maximen den Ruin des Vaterlandes sieht. Bisweilenkömmt noch der Kampf der Doerrinen, der verderblicheSektcngeist hinzu, wo man über gar nichts mehr einigist. Selbst die gemeinsame Anerkennung eines höchstengöttlichen Gcsezes, welche zwar vieles entscheidet, die Va-terlandsliebe zügeln und leiten soll, und daher auch inRepubliken nöthiger ist als anderswo, vermag nicht im.mer die Eintracht unter vielen zu erhalten; denn auch in.ner den Schranken der Gerechtigkeit und erlaubter Frey.
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