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Sechster Band. Zweyter Theil. Von den Republiken oder freyen Communitäten.
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die Folge des Jndifferenkismus oder der Mutlosigkeit ist/.gleicht schon dem wirklichen Tode, jenem Frieden der nurim Krade gefunden wird. Nun aber kann diese Gleichgül-tigkeit sowohl durch allznlaflzeS und gesichertes Glük alsdurch wiederholte Unfälle und du^ch solche Beschwerdenerzeugt werden, die mir keinen Belohnungen mehr beglei-tet sind. ES mag die Communitä't ursprünglich ihrer ei-genen Sicherheit wegen zum Widerstand gegen fremde Be-Lrükung/ oder für Handelsunternehmungen/ oder zur Er-füllung irgend eines Gelübdes zusammengetreten seyn: solöset sich allmähliq dieses Band sobald der Zwek erreicht/der Friede nebst der Frenheit errungen, der Reichthumerworben/ das Gelübd erfüllet ist / gleichgültig wird oderkeinen Gegenstand mehr hat. AlSdann bleiben in allenRepubliken nebst der Gewohnheit nur noch die gemeinsa-men Güter/ d. h> die äußeren Vortheile übrig / welchedie Republik ihren Bürgern zur Befriedigung des Ehrgei.zeS oder zur angenehmen Erhaltung des Lebens zuwendenkann/ und die zwar ein fortdaurendes und wichtiges,aber doch kein geistiges oder moralisches BindunqSmittelmehr ausmachen. Das ist schon kein Gemeingeist mehr/wenn man in dem gemeinen Wesen nur seinen eigenenVortheil sucht , und nur allein deßwegen seine Erhaltungwünscht. In solchem Zeitpunkt wendet sich jedermann soviel möglich nur dem Genusse zu, und es schleicht auchin Republiken jene Verderbniß ein / die stets mit dem höch.sten Glük verbunden zu seyn pflegt / aber mit den repub-likanischen Pflichten und Beschwerden noch viel wenigeralS in Monarchien bestehen kann: z. B. Weichlichkeit/weil jede Entbehrung/ jede Kraftanstrengung Mühe ver-ursachet; allmablige Verachtung alter Tugenden, repub-likanischer Traditionen, Formen und Gebräuchen, die