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zu seyn. 4> Während der Epoche ihres Aufkeimens sindsie auch von demselben gewöhnlich in ziemlich hohem Gradebeseelt. Alle Republiken fühlen sehr lebendig jede Belei-digung, die sowohl dem Gemeinwesen, als ihren Bürgernzugefügt werden mag, und durch daS enge Verband, sowie durch die Gleichheit des Interesse, wird auch derMuth der Einzelnen erhöht. Dabey sind sie ihrer Naturnach heftig, leidenschaftlich, und geben selten nach, weisabsolute Meynungen bey einer Menge, die keine Klug-heits - Nüksichten zu fassen vermag, am leichtesten Ein-gang finden; ihre Bürger an mittelmäßiges Glük ge-wohnt, haben weniger Bedürfniße, und halten die Be-schwerden eher auö; sie verbreiten sich auch durch ihrePrivarverhältniße in alle Classen und Stände, finden da-durch, selbst bey Auswärtigen, oft viele geheime oderöffentliche Freunde, und alle diese Umstände machen dieRepubliken anfänglich den wechselnden Einzelherrschaftenvon ungefähr gleicher Macht leicht überlegen. Allein isteinst die Unabhängigkeit erkämpft und anscheinend gesi-chert, sind die Zeiten der Ruhe und dev GenußcS gekom-men, so schwindet auch jene Kraft, und wenn aufder einen Seite allzulanger Friede den Gemeingeiströdtet, und die Nothwendigkeit des ZusammenhaltenS we-niger fühlen läßt, 6i mithin auch für Republiken einschleichendes Gift ausmacht, so ist ihnen auf der anderenSeite jede Kriegführung gefährlich, oft sogar unmöglich,und ausgedehnte, zur Erhaltung der Unabhängigkeit nichtnothwendige Kriege, selbst wenn sie mit Erfolg begleitet
4) B. HI. Kap. 4y.
5) Vergl. oben S. -6;.Siehe oben S. 29;.