Bey aller inneren Sicherheit und Zufriedenheit kaunÄbcr auch eine Republik ohne gute Freunde und günstigeNachbarliche Verhältniße nicht bestehen. Auch sie mußsolche Verbindungen anzuknüpfen, solche Verträge zuschließen trachten. »velche die Unabhängigkeit erleichtern,und zur Abwendung künftiger Gefahren geeignet sind;^r>aber dieser Theil der Politik ist für die Republiken derschwierigste, und wird auch von ihnen gewöhnlich ammeisten vernachläßtget. Durch Leyrathen und BlurSver.wandschaften ßnd sie an niemand geknüpft, und alSbloße Communitäten haben ste auch wenig Freunde. ZuNegotiatione« sind sie überhaupt noch weniger als zuKriegen geeignet, theils weil in großen Versammlungennichts geheim bleiben kann, theils weil die Menge diewesentlichen Verhältniße und Umstände nicht einsieht, inunbedeutenden Dingen harrnäkig, in wichtigen oft nurzu nachgiebig ist, und endlich weil Republikaner, diesich gewöhnlich in mittelmäßigen Vermögens. Umständenbefinden, und deren Privat.Interesse oft dem gemeinsa.men entgegengesezt ist, leichter alS andere, bald durchgeheime Bestechungen, bald durch nicht minder gefähr-liehe äußere Ehrenbezeugungen von Ordensbändern, Ti.teln, schmeichelhaften Geschenken «. s. w. von ihren Geg.nern gewonnen werden können. 23 > Denn man muß nichtglauben, daß Republikaner für solche Dinge nicht em.pfänglich seyen; «S liebt im Gegentheil jeder Mensch ge.rade dasjenige am meisten, was er nicht besizt. Dabeybringen die republikanischen Sitten und das ausschließende
ri) B Ilt. Cap. ;i.
32) Siehe hierüber, was Ioh. von Müller in keiner Schweizer,Gesch. sagt. B. HI.