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Leben mit seines gleichen, leicht etwas steifes und unbieg-sameS in dem Charakter hervor, was die Gesandten derRepubliken zu Negotiatione» ebenfalls ungeschikt macht.AuS Mangel an Welt. und Menschenkenntniß thun siein ihren Verhältnißen gegen Fürsten und deren Umgebun-gen bald zu viel / und bald wieder zu wenig, machensich im ersteren Falle lächerlich/ im anderen verhaßt. Dazuwerden, um die Corporation zu rcpräsentiren / gewöhn-lich noch zwey oder mehrere Gesandte geschikt/ denenman sich weniger eröffnet , und von denen der eine denanderen lahmt. Höheres Zutrauen an einzelne , mit sol.ehern Geschäft beauftragte, wohlausgewählte Personen ,eine Art von diplomatischer Dictatur/ die sichihre Instructione» selbst zu schaffen weiß , und im Be-wußtseyn erfüllter Pflicht die Verantwortung nicht scheut/ist hier ebenfalls nothwendig / und dann crsezen Geduldund Vaterlandsliebe oft den Mangel an Geschmeidigkeit.— Verbindungen mit ihres gleiche»/ d. h. mit anderenfreyen Communitate» unter Bcybehaltung der eigenenUnabhängigkeit/ sind den Republiken am meisten zu em-pfehlen/ und daher auch zu jeder Zeit unter ihnen üb-lich gewesen. Sie dienen wenigstens zur Erhöhung desSelbstvertrauens/ zu Befestigung des Ansehens im In-neren deö Landes / und wenn sie auch gegen äußere Po-tentaten nicht so viel nüzen, als man glaubt / indem oftüber den casus foederis disputirt wird / und zwischenallen Verbündeten leicht Eifersucht/ Langsamkeit undUneinigkeit einschleicht: so bewirken sie doch eine gewisseAchtung/ weil selbst der Mächtigere eS nicht gern mitvielen auf einmal zu thun hat/ und sich oft den Wider-stand viel größer vorstellt / als er in der That seyn dürfte.Auch Schuz- und Schirmverträge mit schwächeren Herren,