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Cigennuz gehindert/ ihre Stimme den Würdigsten zu er-theilen. Diese Wahlart ist endlich viel ruhiger, einfa-cher, der Ordnung der Natur angemessener; sie entzündetkeine Leidenschaften und verderbt den sittlichen Charakternicht. Sie bewirkt keine Zweytracht, keine stürmischeUnordnung; die Annäherung der Wahl, besonders einerperiodischen, wo viele auf einmal gewählt werden, istim Gegentheile eine Epoche der Hoffnung und stillen Prü-fung, ein bevorstehendes moralisches Gericht, wo jedersich selbst mehr beobachtet, seinen guten Namen sorgfäl-tiger schont, wo alle Pflichten gewissenhafter als sonst er-füllet werden. Der natürlichen Ordnung gemäß ziehendie Vater ihre Kinder, die Oberen ihre Untergebenen zusich hinauf, und diese wahre Erhebung ist für lezrere vielehrenvoller, als wenn sie um die Gunst eines VolkShau-fens buhlen müßten, den man weniger hochachtet, undder nicht so viel Ehre zu geben vermag, weil er sie selbstnicht bestzt. Hier brauchen die Candidaten sich nicht zuverstellen, nicht unbescheidenen Ehrgeiz öffentlich an LeuTag zu legen, nicht in Gastereyen und Bachanalien Ver-mögen, Gesundheit und Sitten zu opferen; sie werdenim Gegentheil selbst gesucht, und bedürfen bey tadellosemBetragen nichts weiter als sich zu zeigen wie sie sind, undübrigens ihren Magistraten die schuldige Achtung undEhrfurcht zu beweisen, waS überall anständig und pflicht-mäßig, in Republiken aber nothwendiger als in anderenVerhältnissen ist. Aus allen diesen Gründen ist es daherkeinem Zweifel unterworfen, und wird durch die Geschichtealler Republiken bestätiget, daß die Wahl oder Ergänzungvon oben herab viel bessere Resultate hervorbringt, unddaß hier, wie überall, die wahre, naturgemäße Gerech-tigkeit sich stets in ihren Folgen belohnt.