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publik gleichsam zu verjüngen, machen zulezt auch die Gu-ten muthloS, nehmen den Bürgern und Magistraten alleHoffnung einer besseren Zukunft , todten dadurch allen Ge-meingeist, und bewirken nur einen selbstsüchtigen Egois-mus, der die Republik immer mehr dem Verderben unddem Untergang entgegenführt.
Dagegen hat die periodische Ergänzung, die gewöhn,lich nur dann vorgenommen wird, wenn durch Tod oderEntlassung ein Dritthcil oder Viertheil der früheren Mit.glieder mangelt, erstlich den großen Vortheil, daß siestets an die Rechte der ganzen Genossenschaft erinnert. ESwerden z. B. auf einmal achtzig biö neunzig angeseheneBürger aus dem Schooß der ganzen Gemeinde gezogen,und dieses läßt nie vergessen, daß sie im Grund dieQuelle ist, von der die Gewalt herkömmt, der Zwek,für welchen sie ausgeübt werden soll. Die Stelle imgroßen Rath erscheint auf diese Weise nicht al§ ein be-sonderes Amt, sondern offenbar als eine Stellvertretung,oder vielmehr als der Eintritt in die verjüngte Genossen-schaft, in die politische Gemeinde selbst. Die periodischeErgänzung bewirkt auch weit mehr allgemeine Zufrieden-heit: denn hier werden viele, ja die meisten, auf einmalbefördert, man wünscht sich wechselseitig Glük, und die-seS knüpft ein Band der Eintracht sowohl zwischen denbeförderten als mit den wählenden Magistraten selbst; r?>der Zurükgebliebenen aber, deren billige Erwartung etwa
37) In Bern sagte man z. D-r „ich bin »on der nemlichenPromotion; er ist mein PromotionS - Camerad, "u. s. w. und dieses bildete immer etwas Gemeinschaftliches,was solche Männer an einander knüpfte, wenn sie sich auchsonst wenig kannten.