wendig; die meisten dieser Stellen können daher lebens-länglich dauren, und wenn einige derselben, besondersdie einträglicheren, gewöhnlich auf eine gewisse AnzahlJahre beschränkt sind: so geschieht es nur, um die Be-nefizien mehr zu vertheilen, nach und nach den Ehrgeizder meisten Mitglieder zu befriedigen, und auch die frü-heren Arbeiten thätiger Männer mit solchen Stellen ;nbelohnen. Endlich ist es auch dem Geist der Republikenangemessen, die höchsten Ehren.Aemter nach Verhältnißwenig, die untergeordneten Bedienungen aber besser zu be-solden, damit jene nie als bloße Benefizien, sondern alßehrenvolle Auszeichnung des Verdienstes betrachtet, folg-lich auch nicht des Einkommens wegen verlangt, und selbstvon den uneigennüzigsten Personen gesucht werden dür-fen, die dienenden Beamten aber für den Gehorsam gegenihresgleichen in anderen Vortheilen Ersaz finden. Diesenaturgemäße Einrichtung bestand auch vormals in allenRepubliken, während fie hingegen in denjenigen, die seit:der Revolution entstanden find, gänzlich vergessen wird^So waren z. B. die Schultheißen und Bürgermeister denehemaligen Schweizerischen Städte sehr schwach besoldet,-alldieweil die ersten Sekretärs, die Landvögte in denverschiedenen Theilen des Gebiets, diejenigen, so bey denFinanz. Verwaltungen angestellt waren u. s.w., theils anfixem Gehalt, theils an Genuß von Domainen, oder anCanzley. und Gerichts.Taxen u.s.w. zum Theil beträcht-liche Einkünfte hatten. Dadurch wird eine Art von Gleich-heit wieder hergestellt, und überhaupt wenn man in eineezahlreichen Communität gleichberechtigter Genossen die all-gemeine Zufriedenheit erhalten will: so müssen die Befeh.lenden mehr mit Ehre und Einfluß, diejenigen aber, die:ihrer Funktionen wegen abhängig und dienstbar sind, mehr
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