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Sechster Band. Zweyter Theil. Von den Republiken oder freyen Communitäten.
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welches gleich berechtigte Mensche» durch gemeinsameGrundsäze und Bedürfnisse an einander knüpft, erfordertweit mehr noch alö das monarchische eine beständige Auf.opferung des Individuums, Hingebung an das Allg e.meine, Ehrfurcht für daö Alte und Herkömmliche,das von den Vatern tle berlinerte: nirgends wird diePrivat. Meynung und der eigene Wille häufiger gedcmü.rhiget, nirgends muß er mehr dem gemeinsamen Glauben,dem gemeinsamen Willen »nierworfen werden, und mankann doch nicht läugnen, daß die katholische Religion,als anf das nemliche Princip begründet, eher als dieprotestantische geeignet ist, die Uebung jener Tugenden zuweken und zu begünstigen. Auch hat die Erfahrung be.wiesen, daß die katholische Religion sich mir allen ge.selligen Verhältnissen, und vorzüglich auch mit den Re-publiken verträgt. Venedig hat mit derselben vierzehn-hnnderk Jahre lang bestanden, und die übrigen Italiensscheu Stätte haben wahrlich nicht dieser Religion denVerlust ihrer Freyheit zuzuschreiben. Die SchweizerschenRepubliken wurden gestiftet und befestiget zu der Zeit alsdie Gemüther noch durch den alten und allgemeinen Glau.den vereiniget waren; ihre Geschichte seit der Kirchen-spaltung aber hat niemand schreibe» dürfen, gleichsamaus einem dunkeln Gefühl, 'daß sie nichts Großes undRühmliches mehr habe, was für die Nachwelt aufge.zeichnet zu werden verdient. Fn den freyen demokratischgenannten Bergthälern der Schweiz ward die innereRuhe, unter mancherley schwierigen und verwikeltenVerhältnissen beynahe nie gerrübt, und nur durch die ka-tholische Religion erhalten; sie ist dort der einzige Zügel,die einzige Garnison, und schüzt die wahre Freyheit;während hingegen die protestantischen Republiken, Genf,