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Johann Peters von Ludewig Einleitung zu dem deutschen Münzwesen mittlerer Zeiten / mit Anmerkungen herausgegeben von Johann Jakob Moser
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und von Ihren Namen. Z9

wird, welche eine Eyerründe haben, und inder Größe, als jetzo die gemeinenPfennige eingetiefet sind. Und Neuermuß man sich verwundern, daß,weil man heute zu Tage wol weißt, Regenbo-daß in denen Wolken sich keine genschüße«! Münzmeister aufhalten; man den--noch sagen will, die Sonne zöge solche mitdenen Dünsten von der Erde auf; welcheMeinung so abgeschmackt, als die alte ist.Denn daß es zuweilen Vögel, Raupen, odeeauch anders leichtes Gezeug geregnet; solches

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gemeinen, und von vielen Gelehrten mitden stärksten Gründen bewiesenen Meinungbleiben, daß es Gothische Münzen seyen:welches auch ihre Cbaracteren und Umschriftgenugsam zeigen; sonderlich da sich die ge«ringste Spur nicht findet, welche nachDeutschland riechte, weder Bilder, nochBuchstaben, noch Umschrift, noch sonst et-was. Zudeme, so gebühret nicht einmaldiesen Regenbogenschüßeln der Name:Blechmünzen: indem man dasjenige, wasauf der einen Seite erhaben ist, keines-Weges auf der andern eingetieft erstehet;sondern die andere Seite ist plat, wenig-stens an denen, welche ich gesehen, derenüber so. find; und kommen mit denenPfannen oder denen römischen Münzenvom u. pilorie völlig übereilt; nurdaß sie nicht, wie diese letzteren anf bey-den Seiten geprägte Münzen sind.