der Holmünzen. 47
gleichwol verhüten, und doch auf allen bey-den Seiten selbige bilden und prägen können.Und wenn man die Arbeit anflehet, welche ein^falscher Münzer haben müßen; wenn er einekleine Münze aus Kupfer machen, und selbi-ge nur mit einem Silberbleche überziehen sol-len: so ist es kaum zu glauben, daß wedersich die Deutschen auf den Betrug verstanden;noch auch der Vortheil des Betrugs der Mü-, her gelohnet habe, die selbiger erfordert. ZuI unsern Zeiten wüßte ich, unter tausenderleySchelmereyen, die mit dem Gelde vorgehen,wenigstens kein Exempel, daß sich jemand dieMühe gegeben hatte, kleines Silbergeld von! Meßing in Silber einzukleiden: ohngeachtetvor drey Jahren mit denen eingekleideten bley-^ ernen Ducatcn eine richt geringe Noth unterredlichen Leuten bey uns gewesen ist. Zuge-l schweigen, daß man zu denen Zeiten, da die! braLkeari ausgemünzt worden, auchdietol!-60s, absonderlich in Gold, häufig genug ge-I habt, und, der Sorge des Betrugs ungeach-tet, selbige ausgegeben und eingenommen hat.Wie denn die römischen Münzen, deren sichdie Deutschen, außer denen ihrigen, gleichfalsbedienet, so gar plump und dicke sind, daßdiese Art zu betrügen, mit denselbigen amallerleichtesteri angehen können: gleichwol aber
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