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Johann Peters von Ludewig Einleitung zu dem deutschen Münzwesen mittlerer Zeiten / mit Anmerkungen herausgegeben von Johann Jakob Moser
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auf denen Holmünzen. 217

werden möchte. Weswegen vielleicht auchdie Türken allein in ihrer Sprache das Geldzu münzen pflegen; die sich niemalen der grie-chischen bedienen wollen (n): ungeachtet dasdeutsche Reich bey der römischen geblieben ist;nach welchem Exempel alle europäische Kö-nigreiche, Staaten, Fürstenrhümer, und an-dere, welche das Recht zu münzen haben, sichder lateinischen Sprache auf ihrem Gelde be-dienen (0): ob sie gleich selbiges mit eigeneneinheimischen Namen zu benennen pflegen (p);

auch

(n) Die Türken machen auf das Ausgekegeld keineBildungen; sondern bloße Schrift: weil sie dasAngesicht ihres Souverains für allzuheilig hal-ten, als daß man selbiges bey jeder schmutzigenHandlung durch die Hände gehen laßen svlte.An statt deßen haben sie auf ihrem Gelde aller-hand geistliche Spräche. Die Schaustücke abervon denen Türken und türkischen Statthalternsind dannoch mit einer Bildung gepräget.

( 0 ) OI3U5 v^ormius hat in seiner rirei-Jlurs Uunicsx. 6 ?. ein paar Münzen mit runisch- oder altgo-thifcher Schrift aufgebracht: welche aber derge-stalt verzogen ist, daß man hieraus die Wahrheitunsers obigen Satzes p -07. gar leichtlich erken-net, daß nemlich die Runen keine durchgehend^beständige Hand im Schreiben gehalten haben.In der gewöhnlichsten aber mußten alle Buchsta-ben einen gleichen Strich, oder eineRinne oderStab haben. Der Unterschied aber war durchkleine Bey'und Durchstriche angezeiget p. -oü.<p) Es wäre gut gewesen, weng die westlichen Völ-S ^ ker