218 Cap.12. Von denenSchriften
auch ihre Sprachen zur Überschrift nicht we-niger (g), als die römische, geschickt sind.
§. 2.
Warum Dieses waren also die Ursa-Holmün" ^»1 , warum dieUeberschrift allesreu keine europäischen Geldes aus Latein be-Mönchs. stehet. Gleichwie aber die latei-schritt. Nischen Buchstaben, so wie die
Wör-
ker mit der römischen Ueberschrift auch die römi-sche Münzrolle behalten hätten. Allein, da sol-ches nicht geschehen : so ist es nunmebro verge-bens, daß man unser Geld mit römischen Na-men benennen will. Vielen Schwürigkeitenwäre abgeholfen, wenn in denen lateinischenUrkunden deutsche Münzwvrter gebrauchet wor-den wären, und man paxios, pLnikiAvs, lcliil-rinAos gesaget hatte. Aber da man die römi-schen Namen toii^os, clenarius, libra, unciL»Us u.s.w. hieher gezogen: so gehet es uns nunwie einem LeoAraxbo, der der heutigen Städteund Lander Namen mit des 5rr2boni5vder kko-lomX, Wörtern benennen will. Dadurch sichauch selbsten der berühmte iMsnus manchemverdrießlich gemachet hat.
(g) Mit so leichter Mühe, als ich b-wnew ttslien-68 schreibe, kan ich auch die Wörter HallischGeld setzen. Weil aber alles in Latein geschrie-ben und tituliert worden: so weiß man noch bisjetzo nicht, ob die Deutschen in ihrer Spracheesrnium Ki. Kayser, oder nur, wie ich glaube,römischen König genennet: weil zu solcher Zeitdas Wort Kayser noch nicht in dem deutschen,als ein AmtSname im Gebrauche gewesen ist.