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Johann Peters von Ludewig Einleitung zu dem deutschen Münzwesen mittlerer Zeiten / mit Anmerkungen herausgegeben von Johann Jakob Moser
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auf denen Holmünzen. 275

großer Ueberfluß, das man meistens auch dieWörter moneraargenrea. oder aurea aufde«nen Münzen antrift. Da doch das Geldnicht für blinde Leute geschlagen wird, undein jeder, der sehen kan, solches Metall zuunterscheiden weiß. Vordem mögen solcheBeywörter einen Nutzen, und dieses Absehengehabt haben: weil entweder die Leute so ein-fältig gewesen, daß sie ein vergüldetes Geldwol für güldene Münze angenommen. Da-hero man solche in der Ueberschrift unterschei-den wollen. Aber jetzo, da man die StückeSilber anders, als Stücke Goldes auszumün-zen pfleget; auch jedermann den Betrug leicht-lich im Gewichte erkennet, daß matt wol kei-nem einen übergüldeten Groschen für einenDucaten zubringen solle: so scheinet mir, daßdiese Vorsichtigkeit gar leicht abkommen kön-te. Es wäre denn, daß einige Münzherrendas Geld so schlimm machten, daß solchesniemand, wenn es der Stempel nicht sagte,für Silber annehmen oder halten solte.

§. 17.

Vordem war das Wort noua nouz

in dem römischen Reiche desto-thiger: weil die Zahrzahlen ausblieben, undin Wahlreichen niemand gehalten war, dasS 2 Geld,