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Johann Peters von Ludewig Einleitung zu dem deutschen Münzwesen mittlerer Zeiten / mit Anmerkungen herausgegeben von Johann Jakob Moser
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276 Cap.i2. VondenenSchriften

Geld, welches ein verstorbener König geschla-gen, anzunehmen (n). Aber da setz» dieZahrzahl, das Bildniß und andere Zeichender Zeiten auf denen Münzen stehen; wie auchin dem Reiche solche an gewißeS Schrot undKorn gebunden seyn; so nimt auch diesesWort vergebens den Raum weg, uud möchtewol ausgelaßen werden. Jener erinnerte sichdes Sprichworts bey denen Worten moneru,nouL: Immer was neues/ selten etwas !

gutes. !

(n) In denen alten Zeiten, als man des Geldes we-nig gehabt, und selten anders, als nmr im Tau-schen, die Waaren einander gleich zm machen,stets gebrauchet hat p.70.79.80. Fermer auch dieEinbuße und der Lchlageschatz gar selbr geringe ^gewesen, daß man endlich dem innerli chen Wer- >the nach, wenn gleich das Geld nicht mehr ge- ;gölten, wenig Verlust hatte: p. 76. so hat es wol !!geschehen können, daß die Münzen nicht langer, ^als auf des Münzherrn seine Lebenszeit gegoltenhatten p s8.<-9. Wie denn auch das leichteGeldohnedem so dünne gewesen, daß es nicht langedauren können; und man endlich darzu noch dieAnstalt gemacht, daß man das alte abgenutzteGeld auf denen Münzen jederzeit für neues ein-tauschen und umsetzen können. Heut zu Tageaber, da der meisten Leute alle ihr Reichthumin einem Haufqen gemünzten Geldes bestehet:über das auch dcr S chlageschatz der besten Mün-zen sehr groß ist: so würde der äußerste Unter-gang eines Landes daraus folgen ; wenn man,so oft ein neuer Landesherr käme, das Gelddes vorigen ungültbar halten, und nurzu schlech-tem Bruchsicher machen solch.