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Johann Peters von Ludewig Einleitung zu dem deutschen Münzwesen mittlerer Zeiten / mit Anmerkungen herausgegeben von Johann Jakob Moser
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auf denen Holmünzen. 289

maßen auch keinen Beweißthum nehmen, odervon der Aehnlichkeit der Bildung, die öftersWechselbälgen, als Menschen gleicher sehen,einen Schluß machen kan: so darf mansich nicht wundern, warum man in demZweifel, in welche Zeit ein Holpfennig zusetzen, öfters gänzlich stecken bleibet. Wasaber die Ursache dieser Nachläßigkeit ge-wesen, davon kan man sich verschiedene Ge-danken machen. Denn wie man heut zuTage die Jahrzahl nicht zu denen Gemäl-den und geschnitzten Bildern zu setzen pfleget:also war solches auch bey denen Münzennicht üblich. Vielmehr gedachte man, daßes genug wäre, wenn man den Münzherrn

> kennete, außer welchem das eigentliche Altereines Jahres doch zu nichts helfen würde.So giengen auch über dieses die Münzennicht, wie jetzo, in so weit entfernte Lande;sondern ein jedes Land behalf sich mit dem

> in demselben geschlagenen Gelde: welchemdenn ohnedem der Münzherr nicht unbekantseyn konte. Nachgehends hätte man alleJahre entweder neue Unkosten zu denenStempeln haben, oder wenn man mit denenalten neue Münzen geschlagen, sich zumLügner machen müßen. Welches letztere un-anständig: wie hingegen das erstere kostbar

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