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Johann Peters von Ludewig Einleitung zu dem deutschen Münzwesen mittlerer Zeiten / mit Anmerkungen herausgegeben von Johann Jakob Moser
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-es leichten Geldes. goy

allen Vorurteilen gesäubertes Gemüthe fürsich kaum der Mühe werth achten würde, sel-bigen eine Stelle in seinem Hause zu vergön-nen. Ich schreibe mit Bedacht für sich.Denn um der Einbildung willen, die anderedavon haben, thun große Herren sehr wohl,wenn sie dergleichen zusammen in ihre Rüst-kammern sammeln, damit die Reisenden nachder Residenz gelocket werden (n); auch mitdergleichen angefüllet und eingenommen wer-den können, daß sie nach dem Staate und des-U z sen

behalten, stelle ich dahin. Welche Heiligthä,mer dannoch auf etlichen Universitäten noch jetz»unter dergleichen Schätzen vorgewiesen werden.Vor einigenJahren ist hier!.. Schreibezeug in derAuction ausgeboten worden; es hat aber nie»niand recht angehen wollen: ungeachtet der Be»sitzer von einem Segen, mit welchem sich darausschriebe, viel.Wunders gemacht; auch eidlich sichzu einer Historie erboten, wie selbiger von ei»uem Besitzer nach l.. Tode auf den andern ge»kommen, und endlich ihme zutheil worden sey.

(n) Die Stadt Mantua kan hier zum Exempel die»nen, welche wie ein Dorf oder Einöde ausge«sehen hat. Sobald aber die Fabel mit dem Bin»te Christi, das! selbiges dorten in einem Ge«mauer auSgegraben worden, unter die Leute ge»kommen, und das Walfarthen angegangen: hatstchiselbige dergestalt erholet, daß sie ein ganzesHertzogthum an sich gezogen hat. Dahero dieKnochen der Heiligen inter reZsIia principi;gerechnet, und als ein Cammergut gehalten wer»den möchten.