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Johann Peters von Ludewig Einleitung zu dem deutschen Münzwesen mittlerer Zeiten / mit Anmerkungen herausgegeben von Johann Jakob Moser
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zi2 Cap.iz. Von dem Werthe

u. s. w. gesuchet. Wie ich denn bereits inobigen gethan, und untenhin der noch rück,ständigen Beschreibung der Holmünzen zei,gen will, daß da die römischen Münzen bloszur Kunst und Ergötzlichkeit dienen; im Ge,gentheil von denen alten deutschen Pfennigenfast nicht einer vorkomme, den man nicht zuetwas besonders in Entdeckung unserer Reichs-sachen gebrauchen möge (91.). Weil nun

dieses

(-l.) Die ersteren Worte find meines Trachtensnicht, wie von einem Gelehrten bey Herrn^euckfeld 1. c. p. m. 6. geschehen, so nucisund crucls; sondern also zu verstehen, daßdie römischen Münzen uns Deutschen bloszur Kunst; und wie auch die römische Hi»siorie selbst, nur zur Ergötzlichkeit dienen,und nicht so nöthig seyn, als die deutscheHistorie und Münzen. Doch schlüßet erdadurch den Nutzen der römischen Münzenin der römischen Historik nicht aus. Dasandere will dieser Mann gleichfals nicht zu»geben: weil die braüesri mebrentheils num-nii mercsntium lupplemrii und Scheide»münzen, gar selten aber billorici, auchmeistens bischöflich - und geistlichen Herkam»mens gewesen, worinnen wenig Verande»rung zur Historie, und selten leserlicheSchriften oder Titulaturen fürkommen; javiele gar so obscur waren, daß man darausnicht kommen könne: dahero vielmehr zu sa-gen ftye, daß unter hundert nicht einer zuEntdeckung der Reichssachen diene. Jedoch