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Johann Peters von Ludewig Einleitung zu dem deutschen Münzwesen mittlerer Zeiten / mit Anmerkungen herausgegeben von Johann Jakob Moser
Entstehung
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des leichten Geldes. Z19

verdoppeln. Von denen gemeinen habe ichschon oben p. z s. meine Erklärung gethan,und wird sich ein Liebhaber nicht verkaufen,wenn er das Stücke durch die Bank doppeltbezahlet.

§. II.

Noch muß ich hier eine Anmer- Schadenkung setzen, welche in der Billig- und Ansekeit gegründet, ob man gleich son- aus dersien noch nicht darauf gekommen ist. Verweh.Es ist dieses wol eine ausgemachte AlberstSache, daß vordem Silber undGold im höhern Werth gewesen ist, als wirsolches jetzo befinden. Daher» hat man ganzeProvinziell mit ein par Tonnen Goldes feilmachen können (cc), da man jetzo mit solchemGelde öfters nicht ein Dutzend Häuser in einer! fürstlichen Residenz bezahlen kan. Wenn> man die alten Baurechnungen anstehet: so hatjeder Handwerksmann des Tages einen Pfen-nig

(cc) Dergleichen Erempcl sich bey der Churbranden.bürg findet, welche Ls^niu- iV. nicht voll mitzwey Tonnen Goldes erkaufet bat Was aberdie Burggrafen von Nörnoerg dafür gegeben:solches ist gar nicht das Kanfqeld gewesen. DennKayser Sigismund dein Burggraf Friedrichen,wegen des Hußncn Krieges viele Tonnen Goldesschuldig gewesen ist, welche in dem Kaufe zugleichmit abgerechnet worden sind.