Z2O Cap.iz. Von dem Werthe
nig oder heutigen Groschen bekommen (66):da man jetzo kaum mit acht und neun Gro-schen bey denselben auskommen kan. Wennder Eimer Wein am Rheinstrome in denen al-ten Zeiten etwa ein Loch Silbers gegolten: sohat man solches als theure Zeiten gerechnet.Die Bestallungen in denen uralten Reichsstäd-ten (ee) sind deswegen, wo man selbige nichterhöhet, noch jetzo so schlecht, daß manchesMannes seine volle Jahresbesoldung in zehnoder zwanzig Reichsgülden bestehet, damitman jetzo kaum eine Woche haußhalten kan.Die Prinzeßinnen kommen auch sehr zu kurz,wenn nach dem alten Anschlage, der sich beyeinem fürstlichen Hause von alten Zeiten herbefunden, ihre Ausstattung und Heirathsgut
jetzo
<66) Noch wie der rothe Thurm hieselbst gekauetworden, besaget die geschriebene Hällische Chro-nik, daß jeder Handwerksmann ein reichlichesTagelohn: weil man gerne bald damit fertigwerden wollen, bekommen, nemlich einen weißenPfennig, odernachjetzigerArtzu rechnen, einenGroschen.
(es) Absonderlich auch in denen uralten Universitä-ten. Daher» es nicht anders kommen können:wvlten selbige nicht zufallen, als daß sie einen neuenStifter nöthig gehabt haben, der die Besoldn»«gen, nach dem Zustande des jetzigen Werths derSachen, zulänglich erhöhen müßen. Aber vieledrucket diese Veränderung des Geldes noch bisjetzo.