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Johann Peters von Ludewig Einleitung zu dem deutschen Münzwesen mittlerer Zeiten / mit Anmerkungen herausgegeben von Johann Jakob Moser
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Z46 Cap.iz. Mittel zum leichten

schon an sich für ein Ehrenkleid des rechtenChristenthums angesehen, in welchen Scheinman die Klöster, wenn sie Liebhaber finden sol-len, verstecken müßen. Dahero man sicherglauben darf, daß sich nicht wol ein Klosterfinde, das kein Dachsloch habe, in welches

die

ment bestehen kan: also mußte man, jenen zu ge-fallen, auch die letztere Weise ergreifen. Unddieses ist die Ursache, warum in diesem Liede,welches sich allein aus Italien herschreibct, manschlechterdings bey dem römischen Tone geblie-ben ist Ungeachtet wir schon von Anmo 800.und also fast von 1000. Jahren her, in Deutsch-land Testamente gemacht, und dergleichen vomKayscr und denen Standen, von geistlichen undweltlichen, von Regenten und Unterthanen inlateinischen Urkunden noch jctzo übrig finden; zuwelcher Zeit doch das römische Recht, außer al,lein in diesem Stücke, das man allein aus je-nem haben müßen, gar nicht angenommen nocheingeführet gewesen ist. Auch haben die Deut-schen solche Kunst nicht aus des fulUnigm; son-dern des Ibeo-lolii Büchern gelcrnet. Dannder erstere auch in Italien bis gegen l.orksriiZeiten unter der Bank gelegen hat; so daß allerFleiß desTriboniani in ewiger Vergeßenheit ge-blieben wäre, daferne man nicht sein Heil, vonsolcher Zeit an, bey uns Deutschen gefundenhatte. Alles dieses könte ich mit Urkunden undZeugnißen alter Schriften belegen, wenn ichnicht der Sache zu viel gethan, und deswegenUrsache fände, den Leser zu bitten, mir zu gutezu halten, daß ich ihme diesen Umschweif in ei-nem Münzbuche zugespielet habe.