ZZ8 Cap.i6. Kunst/
seyn, darzu eine besondere Uebung, auch eineWißenschafst von denen Münzen selbsten ge-höret: dann es sonsten geschehen kan, daß derfürtrefiichste Maler über solcher Arbeit zuschänden wülDe (c). Weswegen auch vondes Colbertö Zeiten in Frankreich eigene Leutedazu gehalten zu werden pflegen (6), um durch j
üble !
(c) Was für tolles Ge.zeug hat die Kunst her Maler !Nicht in die Wapen gebracht. Darum bey dem ivon dem K. in Pr. vor zwey Jahren angeleg- ^ten Oberheraldsgerichte die Maler alle vorher»in denen Hauptgründen solcher Wißenschaft un« !terrichtet worden. Zu geschweige», daß eingeübter Maler eS unmöglich verhüten kan, daßer nicht der Münze in dem Abreißen von sei-ner Hand oder Einfallen etwas abnehmen oder izusetzen solle. Darum viele gemeinet haben, jdaß der Abriß von deiyijenigen sicherer käme, !der in dem Malen wenig verstände, und sichheshalben immer genau mit denen Augen undHanden an die Münze Misten halten müßte.
(ö) Der berühmte Beger hat zu solchem Behufe Jahr >ein und aus seinen eigenen Kupferstecher ge»halten, den er gleichfals vorhero eine guteZeit in dem römischen Alterthume angeführethat. Der unsäglichen Arbeit, welche der un-vergleichliche Morel in dem Königl, französi-schen Cabincte gethan, und so viele tausendStücke selbsten verfertiget hat, gedenket er selb-sten in seinen Schriften. Aus welchen Ursa-chen der öfters belobte Reichsgraf von Schwarz-durg-Arnstadt eigene Leute auf seine Kosten rei-sen laßen, seinem Cabinete hierunter zureichen»he Dienste zu thun.