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Johann Peters von Ludewig Einleitung zu dem deutschen Münzwesen mittlerer Zeiten / mit Anmerkungen herausgegeben von Johann Jakob Moser
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das Geld abzubilden. 859

üble Abriße mit keinem Irrthume die Gelehr-ten zu verführen.

§. 4 »

Allein anfangs ist unmöglich, Gebre-

daß ein Abriß in allen Winkeln und Abriße. ^Pünktgen zutreffen solle: daheroman öfters eine Münze, welche zu verschiede-nen malen, oder durch verschiedene Händeabgezeichnet worden, ehe für unterschieden,als einerley halten solle. Nachgehends kämtder Eigensinn und die Phantasie desjenigendarzu, welcher den Abriß verfertiget (e).Absonderlich wenn etwas in der Münze dunkeloder zweifelhaftig herauskämt, da insgemeindie Hände denen Gedanken auch unvermerketnachzugeben pflegen (k). Und wenn endlichvon dem Riße erst der Kupferstecher wiederein anderes Muster sich auf die Platte machensolle: so gehet, wie bey der Malerey, daCopien von Copien genommen werden, beyZ 4 welchen

(s) Absonderlich wenn der,der dieZeichmmg macht,ge-lehrt ist oder seyn will. Weswegen gemeiniglichein Setzer in denen Druckereyen, der sich imVerstände zu helfen suchet, mehr Irrthümer,als derjenige begehet, der sich schlechterdings andie Worte und Buchstaben, weil er die Sprachenicht verstehet, zu halten pfleget.

(k) Wie es einem Maler gehet, der einePcrson schil-dert, in die er sich verliebet hat.