fortgesetzt. Den Mcßkünsilern dieses Reiches truger das gleiche Problem vor; indeß unter noch weitschwürigern Bedingnissen als Leibnitz; die Eng-länder setzten Bernoulli andre Probleme entgegen.Von beyden Seiten bewiesen die Streiter, daßzuweilen eben sowol ein mathematisches als eintheologisches odium statt haben könne. Wennin diesem gelehrten Wettstreit Taylor unsern Bcr-nvulli an Mäßigung übertraf, so ward hinge-gen in Absicht auf diese so seltene Tugend Keillvon Bernoulli übertroffen. Vielleicht frägt man,wozu die Auflösung aller dieser tiefsinnigen Fra.gen gedient habe? Allenfalls könnte man sichmit der Antwort des Galiläi begnügen. Wozudient wohl die Meßkunst? Hierauf antwortete er:Sie lehrt wagen, messen, zahlen; sie wägtdie Idioten, sie mißt die Dummköpfe und dieeinen sowol als die andern zählt sie. Indeßdarf man auch sagen, daß die Meßkunst schonan sich selber, ohne Rücksicht auf andere Nutz-barkeit, ein inneres, wesentliches Vergnügen,eine höhere Vervollkommnung des Geistes gewäh-re. Eben so berühmt ist Archimed wegen sei-ner Untersuchungen über die Parabole und überdie Spirallinien als wegen seiner Stäbe undseiner beweglichen Sphären. Ungeachtet dieWerke eines Newtons und Des-Cartes eigent-F sich
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