no
•«=== 8 .
er auf der Schule zu Kölln in das CollegiumBurfe Montis befördert. Beym Lcfen der Evan-gelien und der Kirchenvater wie auch einigerSchriften Dr. Luthers gieng ihm ein neuesLicht auf. Nunmehr stand er von dem Ent-schluß ab, Carlhaüfcr zu werden, er kehrte nachBremgarten zurück, woselbst er im väterlichenHause die Studien fortsetzte. Im I. 1,2;.ward er Lehrer in der Klosterfchule zu Kappel.Im I. i<;2s. wohnte er in Zürich einem Ge-spräch mit den Wiedertaüfern bey. Mit Erlaub-niß seines Abts zu Kappel begab er stch imI. 1527. abermal für einige Monate auf Zürich,um stch daselbst in den heiligen Sprachen zu üben.Hierauf gieng er nach Bafel. Daselbst edirte,ohne fein Vorwissen, Oecolampad seine lateini-sche Schrift vom Ursprung des Irrthums. Seit-her hatte Bullinger eine vermehrte Aufläge ge-liefert. Zu Heidelberg ward diese Schrift insTeutsche übersetzt. Er war es, der zuerst denZwingli und Kavito auf den Ungrund der Lehrevon der Brodverwandlung aufmerksam machte.Je schwacher ihm die Widerlegungen des Be«rengars schienen, desto geneigter war er derLehre desselben. Grosscntheils ihm hatte mandie Reformation des Klosters Kappel zu danken.Aus Raache ward er von mehr als zwanzig Zu-
gern