Band 
Erster Band.
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Ioha nn Friedrich

Ost er wa ld. *

Derselbe war im I. 1664. gebohren. Diemeiste Zeit seines viehährigen Lebens hatte erzu Neufchatel im Predigamte zugebracht. AufBefehl seiner Obern verfertigte er eine neue Ord,pung für die neuenburgische Kirche. Nicht nurdrang er fleisstg auf das Schriftstudium, auchschrieb er Anleitungen zu nützlicher Lesung derheil. Bücher. Mit grosser Gelehrsamkeit ver-band Osterwald ungemeine Bescheidenheit, Dul-dung und Mässigung. Eben seine Friedliebe sel-ber machte ihn des Indifferentismus verdächtig.Burnet nennt ihn einen der besten und vernünf,tigsten Gottesgelehrten. Turretin und Weren-fels schätzten ihn ebenfalls sehr hoch. Letztererschmückte sein Bildniß mit folgender Innschrift:Hic Osterwaldi est levis umbra ; o viva loquensqucIllius effigies Pastor ubique foret!

Desineret caussas corrupti quaerere mundi

Auctor, forte suum fupprimeretque librum,In diesen Worten zielt der Poet auf OsterwaldsBuch von den Quellen des menschlichen Ver-derbens.

* Sollte nach Samuel WerenfelS eingerückt sey».