Band 
Erster Band.
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er gelernt hatte, in Schrift zusammen zu fassen.In feinem zwölften Jahr las er Bayle und Mo»reri; nach deren Anleitung verfertigte, er Auf-sätze von dem Leben einiger hundert Gelehrten.Dichtkunst war feine Lieblingscrholung; er mach-te Verse und besonders Epigrammen in ver-schiedenen Sprachen, auch ein episches Gedichtvon 4000. Versen. Von dem Vater ward erzum geistlichen Stande gewiedmet, und bey Hau,se von einem Privatlehrer unterwiesen. Nachdem Hinfcheid des Vaters kam der junge Menschim I. 1721. in die öffentlichen Collegia zu Bern.Immer blieben Historie und Poesie seine liebsteBeschafftigung: die Rechenkunst lernte er vonselber — unvermerkt erwachte bey ihm Neigungzur Arzneykunst. Von seinen Verwandten warder nunmehr nach Viel geschickt: allein der car-tesianische Pedantismus seines dortigen Lehrersschreckte ihn vom Studiren beynahe ganz ab;immer belustigte er sich am liebsten mit poeti-schen Phantasien. Im I. 172;. begab er sichnach Tübingen; daselbst übte er sich in der Zcr-gliederungskunst und Botanik. Vom Jahr 172;.bis 1727. war er in Leyden. Wenn es für ihnein Glück war, einen Boerhaven und Albin zuLehrern — so war es für diese ein Theil ihresRuhmes, einen Haller zum Lehrjüngcr zu ha-ben.