bcn. Von Lcyden begab er sich erstlich nachEngland und hernach nach Paris; an letztermOrte besuchte er sieben Monate lang die Spi-täler, um sich auch in der Wunbarzncykunst zuüben. Eine Krankheit machte seinen Vorsatz,nach Italien zu reisen, zu nichte. Im Früh-ling 1728. gicng er nach Basel. Daselbst brach-te er es unter Anleitung des Ioh. Bernoulli inden mathematischen Wissenschaften ungemcin weit;so sehr verliebte er sich in diese Wissenschaften,daß er auch an seinem Hochzeittag sich mit demDifferential - Calcul bcschäfftigte.
Der Anblick der Alpen verstärkte seine Nei-gung zur Botanik. Mit seinem Freund, demChorherr Geßner von Zürich, that er eine Reisedurch die ganze Schweiz. Dergleichen botani-sche Reisen setzte er hernach alle Jahre fort.Einer derselben haben wir sein Gedicht über dieAlpen zu danken.
Schon im zwanzigsten Jahre vertrat er inBasel einige Zeit die anatomische Lehrstelle; zu-gleich nahm er bey einem andern Professor Pri-vatunterricht über die ausübende Arzneykunst.Nicht zu scheu war er zum Lehrer, zu stolznicht zum Schüler.
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