Band 
Erster Band.
JPEG-Download
 

*58

- -v-

Zum erstenmal hatte er sich im Jahr 17;».verheyrathet und nunmehr lebte er in Bern, je-doch ohne öffentliche Bedienung. Im I. 1734.ward für ihn ein anatomisches Theater errich-tet; dasselbe besorgte er ohne Besoldung. Auchgelangs ihm nicht, die lediggcwordne Stelle ei-nes Spitalarzls zu erhalten. Im I. 17;?.aber ward er einhellig zum Bibliothekar derStadtbibliotheck erwählt. In diesem Amt brach,te er die zahlreichen Schaumünzen in Ordnung.Ungefähr um diese Zeit ernannte ihn die könig-liche Gesellschaft zu Upial zum Mitglied. Ihmward es nicht so gut, ein Professorat in Bernzu bekommen; er selbst glaubte, daß hieran ei,nige seiner Satyren Schuld seyn. — Also gicnger dann im I. 1736. als Lehrer der Arzney-kunst, der Botanik und Chirurgie nach der neu-errichteten, hohen Schule in Göttingen. Inwenig Tagen nach seiner Ankunft hatte er seineGattinn verloren. Um den Schmerz zu besie-gen , verdoppelte er nunmehr seine gemeinnützigeThätigkeit. Er legte einen medicinischen Gar-ten und ein anatomisches Theater an ; er brach-te eine reformirte Kirche zu Stande; er errich-tete eine Hebammenschulc, ein Collegium vonWundärzten, und endlich die königliche Societätder Wissenschaften, davon er der beständige Prä-sident