Band 
Erster Band.
JPEG-Download
 

•S==r=j> 193

Johann Georg Sulzer. *

Derselbe erblickte das Weltlicht den 16. Octob.1720. in Winterthur, einer Municipalstadt deszürcherischen Kantons. Die Eifersucht, womitdie Einwohner seines Geburtsortes über ihreFreyheiten wachen, flößte bey Zeiten auch ihmjenen Geist der Freyheit ein, der alle seine Re-den, Schriften, Thaten beseelte. In der Ju-gend hatte sein Vater die Verfolgung der Re-fvrmirten in Frankreich erfahren. Dadurchward in seinem Herzen Abscheu gegen religiösenParteygeist erzeugt, und lebhaft pflanzte sich die-ser Abscheu auf den Sohn fort. Im I. 1734.an gleichem Tag verlor unser Sulzer Vater undMutter. Von fünf und zwanzig Geschwisternwar er das jüngste, und wer ihn gekennt hat,ist überzeugt, daß er nichts weniger als dieFrucht erschöpfter Lebenskräfte gewesen. — Beyzahlreicher Familie konnte das Erbthril nichtänderst als gering seyn. Kaum daß es zur Er-N ziehung

* Um so viel lieber schränken wir uns auk kurzenNecrvlog ein, da Hirzrl eine Lebensbeschreibungvon Eulzern geschrieben, die in jedermanns Hän-den seyn wird. Man seh auch §vrmey und Dlan-kenburg.