Band 
Erster Band.
JPEG-Download
 

. 3 =====». 27;

von denen ersterer durch die Schrift über diemoralischen und philosophischen Predigten, —letztrer aber als grosser Kunstmahler berühmtist. Unter Professor Sulzcrs Aufsicht giengensie nach Berlin. Einige Zeit blieb Lavater beySvalding, bildete da seinen Geist und seinenStil, und lebte selige Tage bey dem vortreffli-chen Manne. — Wie sehr er in dem freyenGeist der berliner Theologen webte, und wiedoch in seiner theologischen Denkensart von ih.nen entfernt war, sieht man aus seinen Briefenan M. Bahrdt, die im I. 176;. in Breßlaugedruckt sind. Seither besonders seit dem Ver,luste seines philosophischen Freundes, Felix Hessen,schien er einiger massen die betretne Bahn zuverlassen. Je feuriger seine Einbildungskraft war,desto kühner und ausgebreiteter seine Wünscheund seine Begriffe von seinen Christen - und Amts,pflichten, je schwächer er sich zur Ausführungfühlte, desto durstiger ward nach ausserordentli-chen Kräften zum ächten Christusglaubcn, sienger an, besondere Geistesgaben zu fordern undzu behaupten, daß alle Menschen dem wesentli-chen nach sich gleich und alle Christen aller Zei-ten, ceteris paribus, in gleichen Rechten stehen.Den Saamen dieser Lehre findt man in seinenAnmerkungen zu Bonncts Palingenesie, die erS im