und verheyratete sich mit einer vertriebenen Huge-nottin , Anna Fermer von Rouen. Mit ihr voll-brachte er die übrigen Lebenstage in sehr einge-schränkten Umständen. Mehrere Nachrichten vonihm findt man in dem Mus. Helv. T. VIII, 122,bey Thuan und Teißier, wie auch in seinen be-sondern Lebensbeschreibungen. — Von dieser Epi-sode kehren wir auf unsern Martyr zurück.
Noch befand sich Martyr nicht völlig drey Jahrein Neapel, als er gefärlich krank ward. SeineObern schrieben die Krankheit der NeapolitanischenLuft zu; um ihnl eine Luftveränderung zu verschaf-fen 1 ernennten sie ihn zum General - Visitator desOrdens. Die Strenge / womit er diesem Amt vor-stand/ zog ihm Haß zu. Die Folgen hievon em-pfand er in dem General - Capitel, welches zuMantua gehalten wurde. Daselbst ward er zumPrior von St. Fridian in Lucca erwählet. Ehren-voll genug war zwar die Würde; dieselbe ist näm-lich mit der bischöflichen Gerichtsbarkeit über dieHälfte der Stadt verbunden : Die Bürger daselbstaber waren Todtfeinde der Florentiner, und so er-warteten die Feinde unsers Martyrs, daß er sich andiesem Orte grosse Verdrießlichkeiten zuziehen wer-de. Martyr wußte ihre boshaften Absichten zuvereiteln , und sich ganz die Liebe der Bürger zuLucca eigen zu machen. Unter seiner Aussiebt be-fanden