geben , der zürchersche Kirchen rath dabey bewen.den, in allgemeinen Ausdrücken den Eifer derGlarner zu loben und anbey durch ein Kraisschrei-ben die Prediger des Kantons aufzufodern, eincr-ssits daß sie auf die Schwärmer ein wachsamesAuge richten, anderseits daß sie durch das Bey-spiel eines ehrbaren Wandels dieselben gewinnen.Unter andern angesehenen Personen, welche inZürich den Pietismus begünstigten, befand sichvorzüglich ein Haupt des Staates; ungeachtetseiner Kenntnisse und seines wolmcinenden Eiferswurden die besten Absichten diefts ausscrordcntli-chen Mannes durch den Ungestümm seines Tem-peramentes vereitelt. Bald in politische, bald inreligiose Schwärmereyen gcstürtzt, sah er sich end-lich aller Ehrenstellen und des Bürgerrechtes selbstberaubt. Indem er mit seinen Anhängern denvcrdorbnen Zustand des Staats und der Kircheaufdeckte, schlug er Heilmittel vor, die eben sogefährlich waren als die Krankheit selbst. Jegrösser sonst die Verdienste dieser Leute, je rühren-der ihre Beredsamkeit, je helleuchtender ihr Bey-spiel gemessn, desto verführerischer waren ihreLchr-meimmgen; indem sie sich auf Inspirationen vcr.liessen, konnten sie sehr leicht blinde Triebe undleere Traümercyen vergöttern; durch dreiste An-kündigung naher Strafgerichte und Ankunft desC 2
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