ganzen Unterhalte herrschte die edelste Einfallt.Sein tiefes Nachsinnen und seine bftern Krank-heiten verursachten bey ihm einen Hang znrSchwermuth. In den lezten Jahren war er zueiner ziemlich festen Gesundheit gelanget , undnunmehr ward er geselliger. Wolthun war sosehr seine Freude/ daß ihn der Hang dazu öfterszu einer sonderbaren Sparsamkeit führcte. Wah-rend seines Aufenthalts zu Paris z. B. bedienteer sich blos deßwegen keines Miethwagcns/ da-mit er von dem auf solche Weise ersparten Geldezu demjenigen etwas beylegen könnte , wel-ches er zur Untcrstüzung der Elenden bestimmte.Aeusserst bescheiden/ sprach er nie von sich selbst.Mehrmal stieß er den Ruhm/ der ihn gleichsamverfolgte/ mit Vorsaz von sich, und erwaintevorBetrübniß/ wenn man ihn seiner Meynung nach/zu sehr erhob. Weit mehr Vergnügen schöpfteer in dem Umgang eines ehrlichen Mannes/ derweit geringer als er war , als in dem Umgang ei-ner Person von weit höhcrm Rang / welche die-selben guten Eigenschaften nicht gehabt habenwürde. Eine seiner angenehmsten Erholungenwar/ daß er in einem Lusthayn ober an dem Ufereiner Bache seinen Gedanken nachhicng. Manhatte Mühe/ ihn zur Reise nach Paris zu bewe-gen. Er entschloß sich dazu/ theils aus Hochach-tung für einige Glieder der Akademie/ theils aus
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