Band 
Dritter Band.
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ständigen fruchtlosen freyen Mann zeigte sein gan,zer wohlgebstdeter Körper, sein edler Gang vollWürde und Anstand; den Selbstdenker verriethdie freye Stirne; den thatenrcichen Mann da-Feuer der Augen; herzliche Güte und wohlwol-lende Freundschaft belebten den redenden Mund.Seine Kleidung war einfach, doch gewählt, undzierlich wie es Stand und Würde erlaubten. Erliebte die Gesellschaft geistreicher Frauenzimmerund edler Freunde, und wiedmetc ihnen die Stun-den seiner Müsse. Seine Glüksgüter waren mit.telmäßig, fein Aufwand weise und sparsam den-selben gemäß. Bey ziemlich schwacher Gesund-heit war er doch auch nicht kränklich. Seitmehreren Jahren liessen von Zeit zu Zeit eintret-tende heftige Kolickschmerzcn, die dann doch wie-der bald verschwanden, einen gefährlichen wahr,schcinlich ererbten Gichtstvff im Körper befürch-ten. Zu Ende des Jahres 1788 da er Professorder Theologie und mit einer Menge neuer Ge-schäften beladen ward, arbeitete er mit ungcwöhn.licher Anstrengung von früh Morgens 1 oder 4Uhr. — Der sehr harte Winter verbunden mitjener Anstrengung erschöpften seine Kräfte — einSchleimficber befiel ihn, von dem er fich lang-sam zu erholen schien, als ihn zu Anfang desMay Monats 89 ein Ncrvenschlag traf, derD ;