Naturforschender Gesellschaften. 6-
Es hat aber unsere Stadt, auch bey dieser ttnvoll-kommenheit, vielfältigen Nutzen gesehen. Es können sol-ches verschiedene Studierende bezeugen, dre in diesemGarten den ersten Grund zu einer gründlichen Kenntnisin der Kräutergeschichte gelegt haben; es können solchesbezeugen, eine Menge der seltensten und schönsten Ge-wächse, welche fast in allen Gärten unserer Stadt ge-mein worden, nachdem sie in diesem Garten geblühethaben; es können solches auch die Mitglieder unsererGesellschaft bezeugen, die von Zeit zu Zeit aus denlehrreichen Vorweisungen unsers Herrn Vorstehers sicherbauet haben.
Bey allen diesen Vortheilen, welche sich die Gesell-schaft, durch die Geldbeyträge ihrer Mitglieder, inkurzer Zeit zusammengebracht, konte sie sich niemals ei-ne beständige Dauer versichern. Wie leicht konte eSgeschehen, daß der Eifer unsrer Mitbürger, ftir dieseArt von Wissenschaften erkaltete, und die Gesellschaftdaher, wegen Mangel der Mitglieder, die nöthigenAusgaben zu bestreiken ausser Stand gesetzt wurde.Indessen waren wir von dem Nutzen einer solchen Ge-sellschaft, der erst, durch eine ununterbrochene Uebungvieler Jahre, zu seiner rechten Grösse anwachsen kau,so lebhaft überzeugt, daß wir uns nicht beruhigten, bis
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