;i6 Abhandlung
es hat in daS Gegentheil noch die Wirkung, daß es diestJnsteten die sich sonst nur oben auf den Kornhaufen befin-den in die Haufen selbst einmischet; es ist auch genug be-kannt, daß diese Methode eine mühsame, langwierige, undviele Jahre lang fortgesetzte Arbeit erfordert, und daß, weilman die Haufen nur zwey oder wenige Schuhe hoch machendarf die Magazine sehr groß und weitläuftig seyn müssen.Und endlich kan man es mit aller Mühe und Sorge nichtdahin bringen, daß nicht nach der verschiedenen Qualitätder Frucht fast ein ^ oder Z von dem ganzen abschweine,denn sie leidet so lang von dem Kornwurm Schaden, bisder Keim entweder verfressen oder sonst wegen Alter unnützund das Körnlein hart worden ist. Ucberdas verliert diealte Frucht den besondern Geruch der Aelte nicht so bald;das daraus bereitete Mahl kan man auch sehr schwer zurWährung bringen, baß also nur ein dichtes und vestes Broddaraus gemacht werden kan, wenn es nicht mit frischemMahl gcmischet wird. Letztens was das durchlüftenbetrift, so ist auch dieses vor sich allein nicht genugsam,denn man muß es gar oft wiederholen, wenn mannicht das ausdörren zu Hilfe nimmt.
In das Gegentheil die Methode das Rorn zu dörren,die durch die unzweifelhaftesten Erfahrungen der vorsich-tigsten Männer hinlänglich bestätiget worden, ist den Ursa-chen der Verderbniß unmittelbar entgegen gesetzt, sie verjagt
die