eines Philosophischen Bauers, 401
an, ehe sie auf die Miststatt kommt- Man wird zwarden Einwr.rf machen, den ich ihm selbst machen müs-sen , daß die starken Ausdünstungen von der verfaultenStreue der Gesundheit des Viehes nachtheiliq seyc.Er versicherte mich aber/ daß die Erfahrung das Ge.gentheil gelehrt, da er immer mit dem gesundesten undlebhaftesten Viehe gesegnet gewesen; er haltet aber sol«ches nichts desto weniger reinlich, da er alle Tage trockneStreue über die angefeuchtete streuet, und so dem Dichein warmes und weiches Lager bereitet.
Neben diesem wechselt er mit der Streue in einerbeständigen Ordnung ab, damit die verschiedenen ArtenSchichtcnweis übereinander in der Mistftatt zn liegenkommen, und so die besseren Arten die Fäulniß derschlechteren befördern. Er streuet nämlich im Anfangdes Herbsts, die ersten acht Wochen durch, Stroh;dann auf eine gleiche Zeit Tannen-und Fichten-Zweige,dann wiederhohlt er das Stroh oder Riedtgras ehe erMiedet von den Nadeln streuet u. s f.
In Ansehung der Besorgung der Miststatt, giebt ersorgfältig Acht, daß der Mist niemahl allzusehr aus-trockne, da auf solche Weise die Gährnng und Fäul-niß auf einmahl gehemmt wird. Der berühmte Herrvon Reaumur hat in seiner Abhandlung von Ausbrü-
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