Die Wirthschaft
40»
tung der Eyer durch den Mist und die Wärme derOeftn angemerkt, daß man bey verminderter Warme,den Mist nur mit frischem Wasser begiessen dörfe, umdurch eine neue Gährung, den Grad der Wärme zuerhöhen. Unser Kleimogg bedient sich zu Beförderungder Fäulniß einer gleichen Art, da er seinen Mist,durch öftere Begiessung in beständiger Gährung unter»haltet. Zu diesem End hat er sieben große Kasten per.fertigen lassen, in welchen er das darein geleitete Wasserzur Fäulniß bringt. In den Boden dieser Kasten schüt-tet er Asche und wohlverfaulten Kuhmist, darüber gießsct er eine ziemliche Menge siedend Wasser, und fülletendlich den Kasten mit frischem Brunnenwasser an.Er hat gelernt auf solche Weise innert Wochen einwohlverfaultes Wasser zubereiten, da fünften, ohne daSjugiessen von siedendem Wasser, die Fäulniß in 9. Wo.chen kaum so weit gebracht wird. Auf solche Weisehat er beständig eine erstaunliche Menge von gefäultemWasser, seine Wiesen und Aecker damit zu düngen,und den Miststock feucht zu erhalten. Da diesesaber nicht geringe Arbeit und Kosten erfodert, welcheleicht dm daher fließenden Nutzen übersteigen könten,so richtete er seine Arbeit so ein, wie sie die wenigsteMühe und Kosten erfoderte. Dieses nennet er in seiner
Sprache,