422 Die Wirthschaft
heischet, sie hat dieses mit allen andern Kunstmittelndas Feld zn bauen gemein, nur durch einen fortgesetz-ten Fleiß, und beständige Treue in der Arbeit, lastsich die Erde zwingen, dem Menschen ihre Schätze zuüberlasten. Kleinjogg verkäst sich auf diesen Grundsatz,und er fände sich noch nie betrogen, vielmehr muntertihn der gesegnete Erfolg seiner Arbeit auf, aus seinengemachten Versuchen, durch Schlüsse neue Mittel zurVerbesserung herauszubringen. Seine Arbert mit demKies, führt ihn auf die allgemeine Anmerkung, daßiede Art von Erde ein tüchtiges Mittel zur Verbesse-rung einer entgegengesetzten Art abgeben tönte. DieEntdeckung einer bisher unbekandten Erde, macht ihmdaher das Vergnügen, welches der Geitzige bey derEntdeckung eines Schatzes empfindet.
Er hat bey feinen Neuern eine andere Verbesserungin Ansehung der Wasserfurchen vorgenommen, er sahedaß diese in den Fruchtfcldern, viel Fußbreit Landesunnütze machen, er bemerkte ferner, daß zu beyden Sei-ten dieser Furchen, das Getreyd mehriheils schlecht aus-sähe, da die Wurzeln desselbigen von dem sich darin-nen gesammelten Wasser verdorben worden. DiesemUebel zu stcuren, verwandelte er feine Wasserfurchen inbeschlossene Gräben. Er grabt einen bis 2 Schuhe
tiefen