Band 
Erster Band.
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eines Philosophischen Bauers. 4;-

bleibt. Seme Schulden machen ihm als» keine andereSorge, als daß er alle Jahr den Zinß auf die be-stimmte Zeit erlegen könne, und er sinnet dargegen im-mer auf Mittel, bey der Vermehrung der arbeitendenHände, da er feine Söhne bey guter Gesimdheit auf-wachsen und an Leibeskräften zunehmen siehet, feinenHof zu erweitern, und feinen Nachkommen den Anlaszu verschaffen, durch eine geschickte Nachahmung in»«ermüdeter Anbauung der Erde, sich das gleiche Glückzu verschaffen, welches er mit völliger Zufticdenheitgeniesset. .

Es ist einer besondern Aufmerksamkeit würdig, daßdie Verbesserung dieses Hofes mit so wenig Händen zustand gebracht worden, da sich in dieser Haushaltung nurvier erwachsene Personen befanden, von denen die Weiberbey der Erziehung so vieler Kinder, viele Zeit zu Haußzubringen mustcn. Dieses beweiset uns, daß man denMangel der Fruchtbarkeit unsers Landes vergeblich demMangel der Einwohner zuschreibe, nicht der Mangelder Menschen zur Arbeit, sondern die Trägheit und Weich-lichkeit , die bey uns täglich sich vermehren, und die un-sichere dabey aber leichtere Arbeit für die Fabriquen, derharten Feldarbeit vorziehen, und die üble Anwendung desGewinstes, sind dieQuellen des immer anwachsendenElends.

Ec 4 Wir