eines Philost>phjschen Bauers. 45t
dem grösten Eifer alle schlimme Gewohnheiten aus seinerHanshaltung aus, aber hierinnen fände er an der»Widersprüchen der Weiber viele Hindernisse- diese kon-ten die ererbten Vorurtheile nicht so leicht fahren laßsen, die Mißbrauche schienen ihnen durch die längsUebung heilig. Doch überwände er endlich auch diesenWiederstand, der Beyfall, dem er sich bey verschiede-nen hohen Häuptern unserer Republik erwarbe, brachtesie auf bessert Gedanken, und nun herscht in der Haus-haltung nur ein Herz und ein Wille. So sehr werdendie Unterthanen gerührt, und zur Nachahmung ermun-tert, wenn ihre redlichsten und besten mit dem Beyfallder Obrigkeit geehret werden.
Kleinjogg war der einzige Weinschenk in seineniDorf, seine Haushaltung bezöge daher einen, dem Scheinnach, beträchtlichen Gewinn; aber eine nähere Untersu-chung überzeugte denselbigen von dem Gegentheil, ihnschauerte vor dem Gedanke, daß seine Kinder durchdas Beyspiel der Gäste möchten verdorben werden, dadiese beym Wein die köstliche Zeit zur Arbeit verder-ben - ihr Geld, welches auf die Verbesserung der Wirth-schaft sollte angewendet werden, unnütz verschwenden,und mit übermäßigem trinken ihre Leibes - und Ge-müthskräfte schwächen, daß sie zur Arbeit und Erfül-
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