»?4 Die Wirthschaft
ist, als derjenige , den uns die Feldarbeit verschaffet,aber meynet ihr, daß ein solcher Gewinn von GOttgesegnet seyn könne, der aus anderer Schaden erwach-ftt? Habet ihr noch niemahl die Weiber liederlicherSäufer klagen gehört, wie unglücklich sie die Schwel,gerey ihrer Männer gemacht? Sehet ihr nicht täglich,wie dch Kinder der reichsten Vater, bey den schönstenMcyerhöfen zu gründ gehen, weil sie sich dem Sau-fen und Müßiggang ergeben? Glaubet ihr nicht, daßdas Elend dieser Haushaltungen, zu GOtt um Racheschreye, über die niederträchtigen Wirthe« die derglei-chen Hausväter verführet haben? Man hat doch vieleWirthe gesehen, die von GOtt mit großen Reichthü-mern gesegnet worden. Aber auch viele, bey denen dasVermögen nicht auf den dritten Erben gekommen, ihreKinder gewöhnen sich nach und nach an ein liederli.ches Leben, verlieren die Lust zur Arbeit, und indemsie'gewohnt werden, bey anderer Schaden reich zu wer-den , so werden sie betriegerisch und boshaft. Wolletihr, daß unsere Kinder in gleiche Gefahr kommen? Sollalle unsere Mühe und Arbeir , die Wir auf die Ver-besserung der Güter gewendet haben, verlohren gehen,wenn unsere Kinde», durch das böse Beyspiel verderbt,fch dem Müßiggang ergebenund in einem Tag mehr